Informationen des Kultusministeriums zur beruflichen Bildung
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Vorwort: Viele Wege führen zum Ziel
Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern und Interessierte,
die berufliche Bildung ist äußerst vielfältig und bietet jungen Menschen ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Sie setzt auf Differenzierung und Durchlässigkeit und sieht sich gleichermaßen sowohl der Förderung leistungsstärkerer als auch leistungsschwächerer Jugendlicher verpflichtet. Von der Berufsvorbereitung über die Berufsausbildung bis hin zur beruflichen Weiterbildung oder dem Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung eröffnete die berufliche Bildung passgenaue Perspektiven für junge Menschen. Vorrangiges Ziel ist der direkte Übergang in Ausbildung oder Studium. Aus unterschiedlichsten Gründen gelingt dies jedoch nicht immer. Für Jugendliche, denen der Übergang in eine Berufsausbildung direkt im Anschluss an die allgemeine Schulpflicht nicht geglückt ist, halten die beruflichen Schulen berufsvorbereitende Bildungsangebote vor. Im Vordergrund steht die Stärkung der für eine Ausbildung notwendigen Kompetenzen durch eine bestmögliche individuelle Förderung. Großer Wert wird dabei auf die Nähe zum betrieblichen Alltag und zu potenziellen Ausbildungsbetrieben durch umfassende Betriebspraktika gelegt. Auch der Erwerb eines dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstandes und die gezielte Förderung der Basiskompetenzen sind wichtige Bildungsziele. Eine duale Berufsausbildung ist die ideale Wahl für einen guten Start in das Berufsleben. Sie verzahnt optimal Theorie und Praxis und sorgt für direkte Einstiegsmöglichkeiten in die betriebliche Wirklichkeit. Nicht ohne Grund findet unser duales Ausbildungssystem weltweit Beachtung und Anerkennung. Das Spektrum der rund dreihundertdreißig dualen Ausbildungsberufe bietet für jeden Jugendlichen eine interessante Auswahl an attraktiven Möglichkeiten. Ausbildungsbegleitend kann zudem unter bestimmten Voraussetzungen die Fachhochschulreife erworben werden. Und nach Abschluss einer dualen Ausbildung können sich Berufstätige über die Fach- und Meisterschulen weiterbilden. Die berufliche Weiterbildung legt gute Grundlagen für einen beruflichen Aufstieg oder den Weg in eine erfolgreiche Selbstständigkeit. Junge Menschen mit Beeinträchtigungen oder einer Behinderung finden die Bildungsangebote an den beruflichen Schulen zum Teil auch in Sonderform vor. Die beruflichen Schulen bieten spezielle Angebote zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt, sie stehen für gemeinsames erfolgreiches Lernen von Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen oder einer Behinderung. Die beruflichen Schulen in Baden-Württemberg sind aber nicht nur der Türöffner für eine qualifizierte Berufstätigkeit, sondern bieten bundesweit auch das umfangreichste Angebot vollzeitschulischer Bildungsgänge. Unter dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ erhalten die Jugendlichen eine Vielzahl von Möglichkeiten, weiterführende Schulabschlüsse bis hin zur Hochschulreife zu erwerben. So können Jugendliche beispielsweise über den Besuch des Berufskollegs oder des Beruflichen Gymnasiums eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben. Mit unterschiedlichen Profilen vom lebens- und humanwissenschaftlichen Profil über das technische Profil bis hin zum wirtschaftswissenschaftlichen Profil heben unsere Beruflichen Gymnasien auf die berufliche Wirklichkeit ab. Etwa ein Drittel aller Abiturientinnen und Abiturienten in Baden-Württemberg macht den Abschluss an einem Beruflichen Gymnasium. Damit legen unsere beruflichen Schulen wichtige Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben und zur gesellschaftlichen Teilhabe unserer Jugendlichen. Zugleich sichern wir so den Fachkräftebedarf der Wirtschaft und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Die weiterführenden Informationen zu den einzelnen Bildungsgängen an unseren beruflichen Schulen auf den folgenden Seiten bieten jungen Menschen Orientierung, bei der Suche nach ihrem Platz im Berufsleben. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg auf ihrem weiteren Bildungsweg – am besten an einer beruflichen Schule unseres Landes.
Broschüre hier!
Quelle: Vorwort der Kultusministerin T. Schopper aus der Broschüre des Landes "Berufliche Bildung in Baden-Württemberg"