Ziel

Die schulische Teil der praxisintegrierten Ausbildung erfolgt an der Fachschule für Sozialpädagogik (praxisintegriert), die schulrechtlich ein Berufskolleg ist und im Folgenden als Schule bezeichnet wird. Diese Ausbildung befähigt dazu, Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen und in allen sozialpädagogischen Bereichen selbständig und eigenverantwortlich als Erzieherin oder Erzieher tätig zu sein. Die Schule vermittelt gemeinsam mit der Ausbildungseinrichtung die hierzu erforderliche berufliche Handlungskompetenz.

Darüber hinaus führt sie die Allgemeinbildung weiter und ermöglicht durch Zusatzunterricht und eine Zusatzprüfung den Erwerb der Fachhochschulreif

Die Abschlussprüfung besteht aus einer Facharbeit mit Kolloquium, sowie einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung.

Mit erfolgreichem Abschluss der gesamten Ausbildung wird die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin“ oder „Staatlich anerkannter Erzieher“ erworben.

Dauer

Die Ausbildung dauert unabhängig vom Zeitpunkt der Abschlussprüfung drei Jahre und gliedert sich in theoretische (3 Schultage pro Woche) und praktische (2 Tage pro Woche) Ausbildungsanteile. An den drei Schultagen kann der Unterricht von 07:40 Uhr bis 16:45 Uhr stattfinden.
Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 2.000 Stunden. Sie findet auch in der unterrichtsfreien Zeit (Ferien) statt. Der vom Träger der Einrichtung gewährte Jahresurlaub kann nur in den Ferien genommen werden.

Schulgeld

Wir sind eine staatliche Schule und erheben kein Schulgeld.

Verdienst

Im 3BKSPIT (PIA Ausbildung) schließen Sie einen Ausbildungsvertrag mit einem Träger einer sozialpädagogischen Einrichtung ab. Sie erhalten eine Ausbildungsvergütung, diese kann je nach Träger leicht variieren. Stand April 2018 sind dies:
im 1. Lehrjahr: ca. 918,26 Euro
im 2. Lehrjahr: ca. 968,20 Euro
im 3. Lehrjahr: ca. 1.014,02 Euro
Wenn Sie eine Umschulung zur Erzieherin/zum Erzieher machen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Agentur für Arbeit. Sie bekommen unter bestimmten Voraussetzungen einen Bildungsgutschein für die PIA Ausbildung

Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit (AZAV)

In der PIA Ausbildung (3BKSPIT) nehmen wir Umschülerinnen und Umschülern mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit auf.

Angesichts des Fachkräftemangels in Pflege und Erziehung wollen das Kultusministerium, das Sozialministerium und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mehr Menschen als bisher für eine Umschulung in diesen Bereichen gewinnen. Deshalb wurde vereinbart, dass die Bundesagentur für Arbeit in den Schuljahren 2013/14 und 2014/15 erstmals die Kosten für entsprechende Umschulungen an den staatlichen beruflichen Schulen im Land übernimmt. Bislang mussten Umschülerinnen und Umschüler diese Bildungsmaßnahme aus eigener Tasche bezahlen. (Quelle: https://azav.kultus-bw.de/,Lde/Startseite/AZAV/Ziel)

Weitere Informationen zur Umschulung bzw. zu einem Bildungsgutschein erhalten Sie direkt in der Agentur für Arbeit bei Ihrer/Ihrem zuständigen Ansprechpartner*in.

Stundentafel

Pflichtbereich
  • Religionspädagogik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Berufliches Handeln fundieren
  • Erziehung und Betreuung gestalten
  • Bildung und Entwicklung fördern I
  • Bildung und Entwicklung fördern II
  • Unterschiedlichkeit und Vielfalt leben
  • Zusammenarbeit gestalten und Qualität entwickeln
  • Sozialpädagogisches Handeln
Wahlpflichtbereich z.B.
  • Kinder unter drei Jahren
  • Gitarre
  • Figurentheater
  • Musik- und Bewegungstheater
  • Theaterpädagogik
  • Naturpädagogik
Wahlbereich z.B.
  • Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife im Fach Mathematik

Anmeldeschluss

Für einen Schulplatz an der Mathilde-Weber-Schule ist der Anmeldeschluss der 01.03. des Jahres in dem die Ausbildung beginnt. Für diesen Schulplatz benötigen Sie einen Ausbildungsvertrag mit einem Träger einer sozialpädagogischen Einrichtung.
Bewerben Sie sich hierfür ebenfalls um einen PIA-Ausbildungsplatz bei einem Träger. 

Praktische Ausbildung

  • Die praktische Ausbildung im Handlungsfeld „Sozialpädagogisches Handeln“ dient der Anwendung und Vertiefung der im schulischen Unterricht erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Die Gesamtverantwortung für die praktische Ausbildung liegt bei der Schule. Sie schließt die Betreuung, Beratung, Beurteilung und Benotung der Schülerin oder des Schülers während der praktischen Ausbildung ein. Schule und Einrichtung stellen dabei in engem Zusammenwirken eine effektive Verzahnung des schulischen Unterrichts und seiner praktischer Umsetzung in der Einrichtung sicher.
  • Die praktische Ausbildung hat in Einrichtungen zu erfolgen, die dem Arbeitsgebiet einer Erzieherin oder eines Erziehers entsprechen und die nach der personellen und sächlichen Ausstattung für die Ausbildung geeignet sind.
  • Die Schülerinnen und Schüler schließen einen Ausbildungsvertrag mit einem von der Schule als geeignet angesehenen Träger einer Kindertageseinrichtung ab. Dieser bedarf der Zustimmung der Schule.